Nachrichten

  • 07 Aug.
    Gesunde Gefäße, gesundes Gehirn: Gut 12 Jahre länger ohne Demenz leben

    Deutsche Gesellschaft für Neurologie e.V.

    Wer seine Gefäße in der Lebensmitte gesund hält, kann viele Jahre länger ohne Demenz leben. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Langzeitauswertung der US-amerikanischen „Atherosclerosis Risk in Communities“ (ARIC)-Studie, die den Zusammenhang zwischen vaskulären Risikofaktoren und kognitiver Gesundheit untersucht hat. Die Forschenden konnten zeigen, dass Menschen ohne die drei vaskulären Risikofaktoren Bluthochdruck, Diabetes mellitus und Rauchen durchschnittlich rund 12,6 Jahre länger demenzfrei leben als jene, bei denen diese drei Risikofaktoren gleichzeitig vorliegen.

  • 03 Aug.
    Erhalt kognitiver Fähigkeiten wird künftig für therapeutischen Fortschritt entscheidend sein

    Stiftung DHG (Diabetes I Herz I Gefäße) in der Deutschen Diabetes Stiftung

    Mit zunehmendem Blick auf individualisierte Zielwerte und der Evidenz von GLP-1-Rezeptoragonisten und SGLT2-Hemmern konnte ein Paradigmenwechsel in der klinischen Diabetologie eingeläutet werden, der über die Blutzuckerkontrolle hinaus geht. Im therapeutischen Fokus liegt der kardioprotektive Nutzen, der das Überleben bei Diabetes verbessern kann. Dazu passt, dass die kardiovaskuläre Sterblichkeit im letzten Jahrzehnt gesunken ist. „Allerdings steigt die Häufigkeit demenzieller Erkrankungen“, sagt Prof. Dr. Dr. h.c. Diethelm Tschöpe aus Düsseldorf, Vorsitzender der Stiftung DHG (Diabetes I Herz I Gefäße).

  • 29 Juli
    Reaktive Stoffwechselprodukte können hohen Blutzucker und Nierenschäden verursachen

    Universitätsmedizin Mannheim

    Diabetes und Diabetes-induzierte Folgeschäden können mit den gängigen Medikamenten und Lebensstil-Interventionen nur unzureichend verhindert werden. Daher forscht ein internationales Team um Professor Dr. Jens Kroll aus der Medizinischen Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg an der Frage, ob bisher unerkannte Stoffwechselstörungen die Ursache für die mit Diabetes häufig einhergehenden Organveränderungen sein könnten – die also primär Gefäße und andere Gewebe verändern.

  • 17 Juli
    Herz aus dem Takt – Vorhofflimmern erkennen und handeln

    Deutsche Herzstiftung e.V.

    Vorhofflimmern ist die häufigste Herzrhythmusstörung und betrifft in Deutschland rund 1,5 bis 2 Millionen Menschen. Mindestens einer von drei Menschen in Europa entwickelt im Laufe seines Lebens Vorhofflimmern. Für viele Betroffene bedeutet die Erkrankung nicht nur körperliche Einschränkungen, sondern auch große Verunsicherung. Denn bleibt Vorhofflimmern unerkannt, kann es schwerwiegende Folgen wie Schlaganfall haben.

  • 16 Juli
    Bessere Ernährung und Gesundheitsvorsorge mit KI-Vorhersage

    Medizinische Hochschule Hannover

    Unsere Nahrung beeinflusst unsere Gesundheit. Doch dieses Zusammenspiel ist komplex und funktioniert bei jedem Menschen anders. Die Forschungsgruppe Computational Precision Nutrition (CPN) der MHH möchte mit Hilfe künstlicher Intelligenz ein datenbasiertes Vorhersage-Werkzeug entwickeln, um künftig personalisierte Ernährungsempfehlungen treffen und ernährungsbedingten Erkrankungen vorbeugen zu können.

  • 03 Juli
    Unreife Immunzellen zeigen Überlebenschancen nach einem Herzinfarkt an

    Universität Münster

    Bei einem schweren Herzinfarkt schickt das Knochenmark unreife Immunzellen ins Blut. Ein Forschungsteam unter der Leitung der Universität Münster zeigt: Der Reifegrad der sogenannten neutrophilen Granulozyten verrät das kurzfristige Sterberisiko und lässt sich mit einem einfachen Blutbild bestimmen. Die Ergebnisse sind in der Fachzeitschrift Nature Cardiovascular Research erschienen.

  • 30 Juni
    CEDA-Kongress 2026 setzte starke Impulse für die Präzisionsdiabetologie

    Deutsches Diabetes-Zentrum

    Diabetes ist nicht gleich Diabetes. Hinter der Diagnose stehen verschiedene Verlaufsformen mit unterschiedlichen Risiken für Folgeerkrankungen. Diese Unterschiede gezielt zu erkennen und jeden Menschen mit Diabetes möglichst individuell zu behandeln, ist eine der zentralen Aufgabe der Diabetologie in den kommenden Jahren. Die Präzisionsdiabetologie war auch auf dem dreitägigen CEDA-Kongress auf dem Gelände des Universitätsklinikum Düsseldorf (UKD) das verbindende Thema. Die Forschung hat in den vergangenen Jahren erhebliche Fortschritte gemacht: Klinisch relevante Subtypen sind bekannt und ihre molekularen Grundlagen zunehmend verstanden.

  • 18 Juni
    Epigenetik-Medikamente könnten Blutgefässe bei Adipositas und Diabetes schützen

    Universität Zürich

    Menschen mit Adipositas und Typ-2-Diabetes haben ein hohes Risiko für Gefässschäden. Dies hängt nicht nur von den Genen einer Person ab, sondern auch, wie diese «gelesen» werden. Ein von der Universität Zürich geleitetes Forschungsteam veränderte nun in Mäusen und menschlichem Gewebe die epigenetischen «Lesesignale» in der dünnen Fettschicht, die Arterien und Venen umgibt. Resultat: weniger Entzündungen und bessere Gefässgesundheit.

  • 10 Juni
    Cholesterin senken: Wie Ernährung und Bewegung wirken

    Deutsche Herzstiftung e.V.

    Ernährungstipps von Promis und Influencern machen in sozialen Medien immer wieder die Runde. Aktuell wird etwa der Verzehr von Haferbrei oder der Verzicht auf Eier wegen günstiger Effekte auf den Cholesterinspiegel propagiert. Für viele Menschen mit oder auch ohne erhöhte Cholesterinwerte im Blut stellt sich die Frage: Wie ausgeprägt sind die Effekte einer gesunden Ernährungsweise oder andere Lebensstilfaktoren wie regelmäßige Bewegung denn konkret auf den Fettstoffwechsel? Denn inzwischen ist bekannt, dass die Zufuhr von Cholesterin über die Nahrung zum Beispiel den LDL-Cholesterinwert (LDL=Low Density Lipoprotein) im Blut bei den meisten Menschen nur geringfügig erhöht.