Aktuelles

Prognostisch relevant: KHK - Herzschwäche - PAVK

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Kardiovaskuläre Erkrankungen mit dem Risiko für Gefäßereignisse sind der Grund, warum die Prognose bei Menschen mit Diabetes deutlich schlechter ist als ohne Diabetes. Der Dezember-Schwerpunkt “Herz und Gefäße” unter Federführung der Stiftung DHG greift Erkrankungen auf, die mit dem Risiko verbunden sind: Koronare Herzkrankheit (KHK), Herzschwäche und periphere arterielle Verschlusskrankheit (PAVK). Wir danken den Experten für ihren Beitrag: Dr. Andreas Ochs und Prof. Dr. David. M. Leistner vom Herz- und Gefäßzentrum der Universitätsmedizin Frankfurt, Prof. Dr. Katharina Marx-Schütt vom Universitätsklinikum Aachen plus Stefan Heisel und Ernest Danch vom Bad Oeynhausener Herz- und Diabeteszentrum NRW, Universitätsklinik der Ruhr-Universität Bochum. 

» Schwerpunkt Herz und Gefäße

Herz unterscheidet nicht nach Diabetes-Typ

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Menschen mit Typ-1-Diabetes sind genauso anfällig für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Menschen mit Typ-2-Diabetes, nur in unterschiedlicher Ausprägung. Das bestätigen Daten aus dem schwedischen Nationalen Diabetes-Register (NDR), die im Lancet Diabetes & Endocrinology erschienen sind. Dabei wurden über 400 000 Erwachsene, 9,5 Prozent mit Typ-1-Diabetes und 90,5 Prozent mit Typ-2-Diabetes untersucht. Zu den Ergebnissen gehört, dass das Risiko für ein kardiovaskuläres Ereignis in den zwei Patientengruppen variierte. Menschen mit Typ-2-Diabetes hatten eine höhere Wahrscheinlichkeit unter 50 Jahren. Mit Typ-1-Diabetes stieg das Risiko, wenn schon eine Herz-Kreislauf-Erkrankung vorlag. Das Schlaganfall-Risiko war bei Typ-2-Diabetes niedriger als bei Typ-1-Diabetes. “Für behandelnde Ärzte sind die Ergebnisse ein alarmierender Weckruf”, betont Prof. Dr. med. Dr. h.c. Diethelm Tschöpe, Vorsitzender der Stiftung DHG. Unabhängig vom Typ der Erkrankung sollten Patienten mit Diabetes hinsichtlich ihres kardiovaskulären Risikoprofils früher erkannt und intensiver betreut werden. 

» Seite 6, Medizinischer Fortschritt: Volkskrankheiten, Beilage Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, Reflex Verlag

» Fragiles Herz - erst recht bei langer Erkrankungsdauer plus Komorbidität und auch bei Typ-1-Diabetes

Zusammenschluss metabolischer und kardiologischer Medizin

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Mit Beteiligung der Stiftung DHG (Diabetes I Herz I Gefäße) ist das Sonderheft „Cardiovascular Disease, Diabetes and Obesity“ der Zeitschrift HERZ erschienen. Wichtig war den Herausgebern aus der Kardiologie und Diabetologie mit Dr. med. Rolf Dörr (Dresden) und Prof. Dr. med. Dr. h.c. Diethelm Tschöpe (Düsseldorf) sowie Prof. Dr. med. Nikolaus Marx (Aachen), einen relevanten Themenbogen mit Handlungsempfehlungen abzubilden. Epidemiologische, experimentelle und klinische Daten sollten in ein abgestuftes Versorgungskonzept übersetzt werden, um Adipositas angemessen behandeln zu können. Nur so könne die Adipositas-Lawine mit ihren teils dramatischen Auswirkungen auf Morbidität und Mortalität bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen aufgehalten werden, sagen Kardiologe Dörr und Diabetologe Tschöpe von der Stiftung DHG. Das Sonderheft ist eine Anstrengung international profilierter Autoren über Fachgrenzen hinweg und ein Zeichen, dass die metabolische und kardiologische Medizin näher zusammenrückt.

» Schwerpunkt Herz - Diabetes - Adipositas bringt metabolische und kardiologische Medizin zusammen

Expertenrat Stiftung DHG

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Keine Zweitmeinung, aber Hilfestellung für Patientinnen und Patienten: Für herz- und gefäßkranke Menschen mit Diabetes gibt es den Expertenrat der Stiftung. Endokrinologen, Kardiologen, Neurologen und ein Rechtsexperte stehen zur Seite, wenn ergänzend zur ärztlichen Behandlung fachlicher Rat benötigt wird. Das Stiftungsangebot unter der Schirmherrschaft der Ärztekammer Westfalen-Lippe wird in Kooperation mit dem unabhängigen Internetportal diabetes-forum.de umgesetzt. Möglich gemacht hat das eine Spende von Günter W. aus Nordrhein-Westfalen. Die Verwendung der Mittel für den Expertenrat soll Betroffenen helfen und Leidensweg ersparen.

» Hier geht es zum Expertenrat

Nachrichten

  • 06 März
    Erklärbare Künstliche Intelligenz erkennt Typ-2-Diabetes im Gewebe der Bauchspeicheldrüse

    Deutsches Diabetes-Zentrum

    Typ-2-Diabetes wird über Blutwerte diagnostiziert – doch die eigentlichen Veränderungen spielen sich unter anderem im Gewebe der Bauchspeicheldrüse ab. Unter dem Mikroskop sind diese Veränderungen allerdings nicht sichtbar. Ein Forschungsteam des Deutschen Diabetes-Zentrums (DDZ) in Düsseldorf, des Paul Langerhans Instituts von Helmholtz Munich und des Instituts für Diabetesforschung und…

  • 05 März
    Gefäßkiller LDL-Cholesterin: Sind Butter, Eier, Käse Übeltäter?

    Deutsche Herzstiftung e.V.

    Hohes Cholesterin im Blut erhöht das Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko. Neben medikamentösen Therapien zur Cholesterinsenkung ist ein gesunder Lebensstil wichtig. Welche Rolle spielt dabei gesunde Ernährung und wozu raten Herz- und Gefäßspezialisten beim Schutz vor Infarkten? – Zum Tag der gesunden Ernährung am 7. März - Cholesterinreiche Lebensmittel wie beispielsweise Eier, Käse und Butter…

  • 02 März
    Welt-Adipositas-Tag – Deutsche Leberstiftung warnt vor der großen und stillen Gefahr Fettlebererkrankung

    Deutsche Leberstiftung

    Der Welt-Adipositas-Tag (World Obesity Day) am 4. März 2026 steht unter dem übergeordneten Kampagnen-Gedanken „8 Billion Reasons to Act on Obesity“ – „8 Milliarden Gründe, gegen Adipositas aktiv zu werden“. Die Kampagne macht deutlich: Adipositas betrifft uns alle – und ihre Prävention und Behandlung ist eine gemeinsame gesellschaftliche Aufgabe. Mehr als eine Milliarde Menschen weltweit leben…