Drei neue Köpfe im Team
Mit Prof. Dr. Julia Szendrödi (Universitätsklinikum Heidelberg) für die Endokrinologie/Diabetologie, Prof. Dr. Christoph Maack (Universitätsklinikum Würzburg) für die Kardiologie und Prof. Dr. Agnes Flöel (Universitätsmedizin Greifswald) für die Neurologie wurde das Team der Stiftung DHG (Diabetes I Herz I Gefäße) jetzt erweitert. Prof. Szendrödi ist Präsidentin der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) und leitet die Klinik für Endokrinologie, Diabetologie, Stoffwechselkrankheiten und klinische Chemie am Universitätsklinikum Heidelberg. Prof. Maack ist Sprecher des Deutschen Zentrums für Herzinsuffizienz (DZHI) in Würzburg, an dem er die Translationale Forschung leitet. Prof. Dr. Agnes Flöel ist Direktorin der Klinik und Poliklinik für Neurologie an der Universitätsmedizin Greifswald und leitet die Arbeitsgruppe „Demenzprävention - Mechanismen und klinische Umsetzung“ vom Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE).
Herz unterscheidet nicht nach Diabetes-Typ
Menschen mit Typ-1-Diabetes sind genauso anfällig für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Menschen mit Typ-2-Diabetes, nur in unterschiedlicher Ausprägung. Das bestätigen Daten aus dem schwedischen Nationalen Diabetes-Register (NDR), die im Lancet Diabetes & Endocrinology erschienen sind. Dabei wurden über 400 000 Erwachsene, 9,5 Prozent mit Typ-1-Diabetes und 90,5 Prozent mit Typ-2-Diabetes untersucht. Menschen mit Typ-2-Diabetes hatten eine höhere Wahrscheinlichkeit unter 50 Jahren. Mit Typ-1-Diabetes stieg das Risiko, wenn schon eine Herz-Kreislauf-Erkrankung vorlag. Das Schlaganfall-Risiko war bei Typ-2-Diabetes niedriger als bei Typ-1-Diabetes. “Für behandelnde Ärzte sind die Ergebnisse ein alarmierender Weckruf”, betont Prof. Dr. med. Dr. h.c. Diethelm Tschöpe, Vorsitzender der Stiftung DHG. Unabhängig vom Typ der Erkrankung sollten Patienten mit Diabetes hinsichtlich ihres kardiovaskulären Risikoprofils früher erkannt und intensiver betreut werden.
» Fragiles Herz - erst recht bei langer Erkrankungsdauer plus Komorbidität und auch bei Typ-1-Diabetes
Expertenrat Stiftung DHG
Keine Zweitmeinung, aber Hilfestellung für Patientinnen und Patienten: Für herz- und gefäßkranke Menschen mit Diabetes gibt es den Expertenrat der Stiftung. Endokrinologen, Kardiologen, Neurologen und ein Rechtsexperte stehen zur Seite, wenn ergänzend zur ärztlichen Behandlung fachlicher Rat benötigt wird. Das Stiftungsangebot unter der Schirmherrschaft der Ärztekammer Westfalen-Lippe wird in Kooperation mit dem unabhängigen Internetportal diabetes-forum.de umgesetzt. Möglich gemacht hat das eine Spende von Günter W. aus Nordrhein-Westfalen. Die Verwendung der Mittel für den Expertenrat soll Betroffenen helfen und Leidensweg ersparen.